Was wir machen

Wir bauen eine gemeinschaftsgetragene Gärtnerei nach dem Konzept der Solidarischen Landwirtschaft auf.

Solidarische Landwirtschaft (SOLAWI) bedeutet: mehrere private Haushalte tragen die Kosten eines landwirtschaftlichen Betriebs (Pacht, Materialkosten und Löhne), wofür sie im Gegenzug die Ernte erhalten. Durch die Unabhängigkeit vom Handel kann ökologisch- und gemeinwohlorientiert gearbeitet werden.

Das Gärtner-Team mit Vorstand auf dem noch nicht umgebrochenen Acker.

Im März 2022 beginnen wir mit dem Freiland-Gemüseanbau auf unserem eigenen Acker (2,7 ha) in Degerndorf bei Münsing. Hier sollen in diesem Jahr über 25 verschiedene Gemüsekulturen auf einer Fläche von etwa 6000 m² wachsen. Außerdem fangen wir an die Fläche ökologisch aufzuwerten, zunächst indem wir zwischen das Gemüse Streifen mit insektenfördernden Blühmischungen säen. Im Herbst werden wir eine Hecke und einige Obstbäume pflanzen. Bis 2024 soll unser Anbau biozertifiziert sein.

Versorgt mit erntefrischem Gemüse

im Jahr 2022 versorgen wir 100 Haushalte. Die Ernte wird wöchentlich an die SOLAWI Isartal-Mitglieder in Form einer Gemüsekiste verteilt. Abholstationen gibt es in den Gemeinden von Pullach bis Wolfratshausen.

Bis 2024 wollen wir wachsen und 400 Haushalte versorgen.

Dein Ernteanteil besteht aus saisonalem Frischgemüse. Im Schnitt sind zwischen 6 und 8 verschiedene Kulturen im Anteil. Im Winter gibt es Lagergemüse, etwas Frischgemüse aus dem Gewächshaus und zur Abwechslung mal von der Genossenschaft eingekochtes Sugo.
Damit du mit dem ganzen Gemüse auch was anzufangen weißt, werden wir dich wöchentlich mit leckeren Rezept-Ideen versorgen.

Die ersten Jahre werden wir Gemüse aus den Gewächshäusern der Demeter Bio-Gärtnerei Weidenkams zukaufen, um auch im Frühjahr frische Salate und im Sommer Tomaten und Gurken zu haben. Geplant ist es in den nächsten Jahren, eigene Gewächshäuser zu bauen.

Die Investitionen für den Betriebsaufbau finanziert sich durch Genossenschaftsanteile, Gemüse-Kisten-Abos bezahlen den laufenden Betrieb.

Das Team

Der Anbau wird durch eine professionelle Gärtnerin (Iris Konnerth) geleitet.
Die Verteilung der Kisten, Buchhaltung, Kommunikation, Medienpräsenz, Verwaltung und Unternehmensaufbau wird durch 3 Minijobs und vom Leitungsteam ehrenamtlich organisiert.

  • Acker: Iris kümmert sich um Anbau, das Saatgut und Ackerpflege, wie Zaunbau.
  • Kistenpacken: Birgit und Estelle planen das Packen und die Auslieferung des Gemüses.
  • Marketing: Ricki bereitet Onlineveranstaltungen vor. Die Website bekommt ein Update von Eva und Julia füttert den Social-Media Bereich.
  • Controlling: Franzi arbeitet am Finanzplan, und Buchhaltung.
  • Verwaltung: Barbara erstellt Arbeitsverträge und Unterlagen.
  • Mitgliederkommunikation: Jutta beantwortet Eure Anfragen.

Willst du dich in den Teams einbringen, findest du Ansprechpartner*innen im internen Bereich und weitere offene Ohren im Forum.

Das persönliche Engagement der Mitglieder in der Genossenschaft kann selbst dosiert werden. Alles ist denkbar, vom stillen Genießen, über gelegentliche Hilfe beim Packen oder Ernten, bis hin zu engagierten Projektideen.

Das Gründungsteam ist aus dem Verein Bürgerkraft Isartal e.V., und der der „Agenda Pullach 2030“-Gruppe hervorgegangen. Inzwischen haben sich engagierte Personen aus Icking, Schäftlarn, Baierbrunn, Pullach und München angeschlossen.

Das Gründungsteam der Solawi Isartal

Im September 2021 haben wir eine Genossenschaft gegründet:

  • Iris Konnerth (Vorstand und Gärtnerische Leitung)
  • Peter Tillmann (Vorstand und unternehmerische Leitung)
  • Ella von der Haide (Aufsichtsrätin und Aufbau)
  • Estelle Hower-Tillmann (Aufsichtsrätin und Verwaltung)
  • Barbara von Boulion (Aufsichtsrätin und Juristische Betreuung)

Vorteile einer Solawi

  • aktiver Umweltschutz z.B. durch Verzicht auf Pestizide und Kunstdünger, Vermeidung von beheizten Gewächshäusern, kurze Transportwege für die Produkte
  • Umwandlung von konventionellem Ackerland in ökologische Bewirtschaftung
  • klimaschonende Flächennutzung, Bodenaufbau und dadurch Erossionsschutz und CO2-Speicherung
  • Artenschutz u.a. durch Heckenpflanzungen und Obstbäume
  • langfristige, unabhängige und regionale Versorgung mit biologischem Gemüse
  • Schaffung von festen Arbeitsplätzen für Gärtner*innen mit einem fairen Einkommen
  • Zusammenführen von ökologisch interessierten Menschen, die Freude daran haben, den Anbau gesunder Nahrungsmittel zu fördern, mitzuerleben und mitzugestalten
  • weniger Lebensmittelverschwendung: keine Handelsklassen, keine Verluste in der Handelskette, keine Überproduktion, keine “Ladenhüter”
  • Schaffung von Ernährungswissen über regionale, saisonale, alte und ungewöhnliche Gemüsesorten
  • Kontakt und Solidarität zwischen Verbraucher*innen und Landwirt*innen

Deine persönlichen Vorteile

  • Transparenz: Du weißt ganz genau wo dein Gemüse wächst.
  • Vertrauen: Du lernst die Menschen persönlich kennen, die Deine Lebensmittel produzieren.
  • Frische und Geschmack: Das Gemüse kommt ohne lange Transportwege, Kühlketten und Lagerung aus – man ernährt sich gesünder.
  • Saisonale Highlights: Vorfreude auf Gemüse im Laufe der jeweiligen Jahreszeiten; Du bekommst wieder ein Gefühl für die saisonale Verfügbarkeit der Produkte und dadurch eine neue Wertschätzung für natürliche Zusammenhänge.
  • Mitmachen: Du kannst (musst aber nicht) auch selbst Hand anlegen (z.B. Ernte, Hoffeste, Kistenpaken).
  • Einbindung in eine Gemeinschaft von “Gleichgesinnten”.
  • Mitgestaltung: Als Genossenschaftsmitglied hat man die Möglichkeit, die Unternehmung aktiv mitzugestalten.

Bildrechte Header: Ella von der Haide