The circle of Nature. Theaterstück von und mit Peter Trabner und dem Baum

Die SOLAWI Isartal präsentierte den großartigen Künstler Peter Trabner und sein Umwelt-Stück „The circle of nature“ am Freitag, den 26.01.2024 in den Räumen des Vereins Mittendrin in Baierbrunn.

Rund 30 Gäste waren begeistert von dem Stück, das uns mit Witz und Irrsinn die Fakten der globalen erschreckenden Lage und Zusammenhänge verdeutlichte. Trotzdem hinterlässt uns der Abend freudig und mit leichtem Herzen. Warum eigentlich?

„The circle of nature“ ist mitreißend, irrwitzig und zuweilen so klarsichtig wie das Quellwasser aus der Plastik-Flaschen-Abfüllanlage des global agierenden Lebensmittelkonzerns, das das Vogelnest samt Küken, als Firmenlogo nutzt.

Es handelt sich um Peter Trabners persönliche Interpretation des von Friedrich Hölderlin geschriebenen Theaterstücks „Der Tod des Empedokles“. Das Stück gilt als das erste Umweltdrama und hat eine Spieldauer von 60-70 Minuten.

Wer Peter Trabner und „The circle of nature“ buchen möchte, kann dies nach Rücksprache machen. Wir stellen den Kontakt gerne her. Herzlichen Dank, Peter, für den unvergesslichen Theater-Abend!

Rückfragen an: eva@solawi-isartal.de

Landwirtschaft zwischen Klimasünderin und Klimaschützerin

Landwirtschaft als Klimatreiberin und Klimabetroffene – das beschäftigt die Medien in Zeiten des rasanten Klimawandels zunehmend. So berichteten diese zwei Beiträge in der Süddeutschen Zeitung wie sich die Bauern der Region auf Wetterextreme einstellen und teilweise versuchen ihnen vorzubeugen:
(1) 18. August 23 – Anpassen an die Extreme
(2) 02.September 23, Feldforschung am Klimawandel

Im Folgenden sollen die Inhalte zusammengefasst werden und die SOLAWI Isartal zeigt eine Übersicht auf, was sie für Klimaschonenden Anbau betreibt, der auch zur Prävention von Starkwetter-Ereignissen geeignet ist.

Warum ist die Landwirtschaft sowohl Klima-Treiberin, als auch eine der am stärksten Betroffenen?

Der vergangene Juli gilt global als heißester Monat seit Beginn der Messungen. Auf Hitzewellen folgten Starkregen, Stürme und Hagel prasselte auf Ackerböden „Damit könnte diese Periode einen Vorgeschmack auf die Folgen der Erderwärmung geben, denn für die Zukunft rechnen Klimaforscher mit einer Zunahme an Starkwetterereignissen. Die Landwirtschaft ist in diese Veränderungen doppelt involviert: Einerseits werden vor allem in der Viehhaltung und Düngung Methan und Kohlenstoffdioxid ausgestoßen, etwa sieben Prozent der CO₂ -Emissionen gehen in Deutschland auf die Landwirtschaft zurück. Andererseits sind die Betriebe auch unmittelbar von Wetterextremen betroffen, die die Erträge bedrohen.“ (1)

Wie stellen Ackerbauern sich auf Starkwetterereignisse ein?

„Das Wetter können die Landwirte nicht kontrollieren, wie sie auf ihren Feldern arbeiten jedoch schon. Dabei geht es einerseits darum, sich auf die veränderten Bedingungen einzustellen und den eigenen Ertrag zu sichern. Andererseits kann eine nachhaltige Landwirtschaft auch einen Beitrag zum Klimaschutz leisten.“ (2) Den Ackerbau vor Hagel- und Regenschäden zu schützen ist nicht einfach. Viele Ackerbauern stellen hier auf Grünland um, da der Ertrag durch Abmähen und Viehwirtschaft mehrmals im Jahr eingeholt werden kann, während ein „verhageltes“ Gemüse die Ernte des ganzen Jahres bedroht. Zudem werden bestimmte Fruchtfolgen eingehalten, Trockenheits-unempfindliche Pflanzen eingesetzt und sogenannte Legumiosen angebaut, die in einer Symbiose mit bestimmten Bakterien Stickstoff im Boden binden. „Seit dem Artenschutz-Volksbegehren werde der Anbau von mehr als fünf verschiedenen Früchten auf einem Feld von der Regierung gefördert„. (2) „Eine vorbeugende Maßnahme, um Äcker vor Starkregen zu schützen, gibt es [dem Landwirt] Fichtner zufolge noch nicht. Derzeit ließe sich Saatgut über Zuchtverfahren unempfindlicher gegenüber Trockenheit und Pilzen designen, aber Kulturen, die Starkregen und Hagel abkönnen, „dahin führt noch kein Weg.“ Die einzige Möglichkeit zur Prävention besteht für Fichtner darin, dass Versicherungen durch den Klimawandel verursachte Schäden abdecken.“ (1)

Nun ist klar: solche Versicherungen werden immer teurer und können gerade für kleinere Betriebe unbezahlbar werden, je größer die Schäden sind, die zunehmenden Wetterextreme auf dem Acker anrichten. Anstatt dann aber nach staatlichen Hilfen zu rufen, bieten sich nicht nur andere Anbaumethoden an, die die Schäden z.B. durch Starkregen verringern können.

Wie schützt die SOLAWI Isartal das Klima?

In dem vorgenannten SZ-Artikel kommt auch die Aufsichtsrätin der Gemüse-Genossenschaft Solawi Isartal eG, Ella von der Haide, zu Wort. Sie beschreibt, wie eine „langfristige Prävention“ aussehen könnte und verweist auf die Praxis der Genossenschaft auf ihrem Acker bei Münsing. Wie im Bio-Landbau üblich, wird großer Wert auf die Förderung des Bodenlebens und die Erhöhung des Humusanteils in der Erde gelegt. Dies führt u.a. dazu, dass der Boden mehr Wasser für Trockenperioden aufnehmen und speichern kann als im konventionellen Anbau. Zudem werden auf dem Acker Kulturen gepflanzt, die mit ihren Wurzeln den Boden tiefer durchstoßen und ihn so durchlässiger machen. Weiter hilft der praktizierte Gemüseanbau in Dammkulturen dabei, die Folgen von Starkregen abzumildern. Die Gemüsesorten werden auf den Spitzen von 30 cm hohen Dämmen angebaut. Bei großen Niederschlagsmengen verschlammt das Wasser die Dämme nicht so stark, die Damm-Spitzen bleiben weitgehend verschont.

Durch die Damkultur stehen die Pflanzen nach Starkregen nicht im Wasser. Bildrechte: Walter Kunert

Aber auch unter einem anderen Aspekt ist die Solawi Isartal eG interessant. Die Idee der „Solidarischen Landwirtschaft“ beruht darauf, dass das Risiko von Missernten zB durch den Klimawandel nicht der Produzent allein trägt. Es wird auf viele Schultern verteilt, wenn eine Genossenschaft dahintersteht, deren Mitglieder die Ernte unter sich aufteilen, egal wie gut oder schlecht sie ausfällt. Die „Gemeinschaft von Produzenten und Konsumenten“ trägt das Risiko gemeinsam. Die Solawi hat sich deshalb bewusst gegen den Abschluss solcher Versicherungen entschieden.

Regional und Saisonal aus Klimaschutzgründen

Regionale Frischware hat beim Verbraucher oft einen Bonus, doch sie steht auch mit dem Weltmarkt in Konkurrenz. Dabei ist es wichtig, dass Verbraucher wieder lernen, regional und saisonal einzukaufen und zu kochen. „Schließlich verringern kürzere Transportwege auch die Emissionen. Die Landwirte selbst wollen ebenfalls vermehrt regional vermarkten, Anna-Maria Stürzer träumt von einem eigenen Hofverkauf. Die Umsetzung gestalte sich jedoch schwierig, sowohl rechtlich als auch praktisch. Die [Landwirtin] ist überzeugt davon, dass wir uns in Deutschland selbst versorgen könnten. Deshalb sei es auch so unverständlich, gerade in Anbetracht der Klimakrise, so sehr auf Import und Export zu setzen.“ (2)
Von politischer Seite besteht Nachholbedarf. Die Förderungen müssen umgebaut werden, damit die richtigen Praktiken zum Schutz der Natur, des Bodens und damit auch des Klimas überhaupt angestrebt werden. Vor allem große Betriebe haben Probleme, sich auf einen diverseren Anbau umzustellen, deshalb ist das Überleben von kleinen Betrieben enorm wichtig.

Text: Eva Weigell und Hans-Werner Thürk, Auszüge aus den genannten Artikeln

Vogelkunde auf dem SOLAWI Isartal Acker

Ackerführung zusammen mit dem Vogelexperten Manfred Siering (BUND Naturschutz, Grünwald)

Auf dem SOLAWI Isartal-Acker wird nicht nur Gemüse produziert, sondern durch unterschiedliche Maßnahmen die Artenvielfalt von Vögeln, Insekten, Würmern und Mikroben gefördert. Der weithin bekannte Ornithologe und engagierte Naturschützer Manfred Siering gab uns am Samstag, 28.10.2023 einen Einblick in die Bedeutung regenerativer Landwirtschaft für die Vogelwelt.

Rund 40 Besucher tummelten sich auf dem sonnigen Acker mit bestem Blick auf die Alpen. Nicht sofort erspäht man die scheuen Vögel, doch wer Augen und Ohren offen hält und sich auf die Umgebung einlässt, sieht und hört es plötzlich auffliegen, zwitschern, rufen, spähen, gleiten… Der Vogelkundler Manfred Siering führte über das Feld, ließ die Besucher durch sein Fernrohr spähen und erzählte anschaulich und abwechslungsreich über die Vogelwelt, ihre Herkunft, ihre Beobachtung, über die Zusammenhänge mit der umgebenden Fauna und Flora und kannte jedes Kraut und jedes Mäuschen mit Vor- und Nachnamen.

Und tatsächlich schwirrten die Goldammern in Schwärmen über unsere Köpfe, der Mäusebussard umkreiste uns, die Bachstelze eilte im schnellen Bogenflug Richtung iberischer Halbinsel und der Turmfalke spie sein Gewölle auf der Sitzstange aus und flog dann scheinbar erleichtert zur nächsten Jagd. Nur der Rotmilan, der sonst unsere Felder überfliegt, ließ sich diesmal nicht blicken.

Was die Vögel am Acker der SOLAWI Isartal schätzen ist das reiche Speiseangebot. So picken sie Körner aus den Blumen und naschen an Kräutern, finden ein reiches Buffet an Insekten und Würmern und jagen spektakulär nach den Wühlmäusen, die unsere Rüben anknabbern. In Hecken und Bäumen, die das Feld säumen, finden sie bald auch ausreichend Nistplätze und Verstecke. Auch die Steinhaufen der Lesesteine dienen als Wohnraum für Eidechsen und andere Amphibien. So soll auf dem Acker ein ökologisches Gleichgewicht entstehen. Wir profitieren davon, da wir keine Pestizide einsetzen müssen, um trotzdem eine gute Ernte ohne Knabberstellen einfahren zu können. Na und schöner, ist es auf einem lebendigen Acker sowieso.

Text: Eva-Maria Weigell

Die SOLAWI Isartal Schulstunde

Im Oktober besuchte unser Mitglied Eva Weigell, mit Unterstützung des Vereins Bürkerkraft Isartal, die dritten Klassen der Baierbrunner Grundschule. Im Rahmen der Nachhaltigkeitswoche der Schule, kam sie als Referentin mit Spielen und Gemüse zum Erleben mit allen Sinnen.

Unsere ca. 30-minütige Schulstunde besteht aus:

  • Kennenlernen der Referent*in und der Kinder
  • Zuordnung von Gemüse und Obst zur jeweiligen Erntesaison im Sitzkreis
  • Gemeinsames Besprechen: Was fällt uns auf? Was heißt saisonal und regional? Warum ist es gut regional und saisonal einzukaufen und zu essen?
  • Schmecken: Gemüsesorten können verkostet werden und die Kinder schreiben zu jeder Sorte 3 Adjektive auf.
  • Fühlen: Gemüsesorten werden in einer Tüte erfühlt
  • Riechen: Kräuter in einer Riechdose werden erschnüffelt
  • nachhaltige Pausenbox: Die Kinder packen eine Pausenbox, wie sie ihnen schmeckt und lernen, Plakstikverpackungen zu vermeiden. Auf das Arbeitsblatt schreiben sie für die Eltern Ideen auf, was sie mitnehmen möchten.
  • Ergebnisse werden in der Klasse besprochen und als Dank gibt es eine Postkarte

Mit viel Spaß und direktem Erleben, führen wir so die Kinder an die Themen heran:

  • Saisonal und regional
  • nachhaltige Landwirtschaft
  • Gemüse und Obst
  • gesunde Ernährung
  • Verpackung vermeiden

Wenn Sie oder Ihre Schule Interesse an unserem Angebot haben, wenden Sie sich gern an:

oeko-bildung@solawi-isartal.de

07. 10.2023, 15 Uhr: Nachhaltige Landwirtschaft erleben mit der SOLAWI Isartal

Die SOLAWI Isartal und der BUND Naturschutz laden zur Führung auf den Acker in Umstellung auf Bio-Anbau ein.

  • Was hat sich nach dem ersten Anbaujahr auf dem Acker getan?
  • Wie verändern sich Flora und Fauna?
  • Welche Anbaumethoden sind nachhaltig?
  • Was wächst wann vor unserer Haustür?
  • Wie schmeckt das junge Gemüse direkt aus der Erde?
  • Was kommt in die SOLAWI Isartal Gemüsekiste?

Die Führung findet am 07.10.2023 um 15 Uhr statt.

Anfahrt: Sie finden den SOLAWI Isartal Acker auf der Degerndorfer Straße zwischen Münsing und Degerndorf.

Die genossenschaftlich geführte Bio-Gärtnerei SOLAWI Isartal pachtete den konventionell bewirtschafteten Acker und begann 2022 den eigenen regenerativen Bio-Anbau. Bis 2024 soll die Bio-Zertifizierung abgeschlossen sein. „Wir haben bei unseren Gärtnerinnen und Mitgliedern viel Wissen zum ökologischen Anbau und bilden uns gemeinsam weiter. Unser Ziel ist es, mit verschiedenen Methoden die Artenvielfalt auf unserem Acker zu vergrößern und gleichzeitig gesundes Gemüse zu ernten. Wir fördern Bodenlebewesen, Insekten, Reptilien und Vögel. Gemüseanbau ist nur selten regenerativ. Die Erfahrungen, die wir jetzt als Vorreiterin in diesem Feld machen, werden auch der Agrarwende und der Landwirtschaft der Zukunft zu Gute kommen.“, so Aufsichtsrätin und Gärtnerin Ella von der Haide.

In diesen Artikeln berichtet die SOLAWI Isartal über das Abenteuer Acker-Umstellung:

Wir nehmen weitere Abonnent*innen Anfang 2024 auf!

Und das Konzept der nachhaltigen, regenerativen Landwirtschaft geht auf: Im ersten Jahr wurden bereits 120 Haushalte mit wöchentlichen Gemüsekisten versorgt und die SOLAWI Isartal nimmt ab 2024 noch weitere Gemüsekisten-Abonnent*innen auf und plant sogar eine weitere Gemüse-Station in Starnberg.

  • Werde Fördermitglied und kaufe je nach Geldbeutel Anteile an der Genossenschaft
  • Werde Gemüsekisten-Abonnent*in
  • Werde aktiv auf dem Acker oder anderen ökologischen Projekten
  • Erlebe nachhaltigen Gemüseanbau und gesunde Ernährung aus eigener Produktion

29.11.2023, 19:30 Uhr: Ernte Teilen. Dokumentarfilm und Gespräch im Kino Wolfratshausen

Den Filmemacher Philipp aus Berlin haben wir bereits im Sommer mit seinem Dokumentarfilm „ERNTE TEILEN“ begleitet. Wir sind so begeistert, dass wir den Film am 29.11.23 wieder ins Kino Wolfratshausen brachten, um über unser (Land-)Wirtschaftssystem und unsere Erfahrungen in der SOLAWI Isartal zu diskutieren.

Danke an die interessierten Besucher! Es war ein schöner Kino-Abend.

Der 81-minütige Film erzählt die Geschichte von Landwirt*innen, die dem Wachstumszwang unseres Systems etwas entgegensetzen und mit Mut und Gemeinschaftssinn eine andere Wirtschaftsform schaffen – Solidarische Landwirtschaft. Besonders spannend für mich war die Perspektive der Produzenten-Seite, denn die SOLAWI Isartal ist von den Konsumenten ins Leben gerufen worden. Was sind die Vorteile für Produzenten? Was für die Konsumenten? Und wie skalierbar ist eine Solawi eigentlich? Ein nachdenklicher Film, der Mut macht und neue Energie gibt. Absolut eine Film-Empfehlung!

Danke für die Kooperation an das Kino Wolfratshausen.

Hier gehts zum Trailer und zur Film-Website.

Trailer auf YouTube

14.10.2023, 18:00 Uhr: Humus-Wochen Vortragsveranstaltung in Grafenaschau

Sie können die SOLAWI auch auf dem Hauptsymposium der Humuswochen am 14. Oktober 2023 in Grafenaschau kennenlernen. Drei Vortragende aus verschiedenen Bereichen der Land- und Forstwirtschaft nehmen Fachleute und Nicht-Fachleute mit in die spannende Welt der Bodenlebewesen, die wir noch viel zu wenig kennen.

Die Initiative Humusaufbau Oberland stellt die Frage: „Zwischen Sintflut und Dürre — Wie machen wir unsere Böden fit für Herausforderungen der Klimawandels?“.

Mitglieder der SOLAWI Isartal sind vor Ort und wir freuen uns, wenn ihr dazu kommt. Schaut mal rein, was geboten ist!

Vortragsveranstaltung 2023

am Samstag, 14. Oktober 2023 in der Mehrzweckhalle Grafenaschau

Am 14. Oktober laden wir Landwirte/innen sowie alle Interessierten und Hobby-Gärtner/innen zu einem Vortragsabend mit Diskussion ein. Mehrere Impulsvorträge zeigen, wie wichtig der bewirtschaftete Boden für guten Ertrag ist und was wir tun können, ihn zu schützen.

18:00 Uhr Einlass und Markt der Akteure: Hier besteht die Möglichkeit, sich schon vor den Vorträgen fachlich auszutauschen und ins Gespräch zu kommen. Hier ist auch die SOLAWI Isartal mit einem Stand vertreten. Lernen Sie an diversen Ständen die Akteure der Humuswochen kennen und erfahren Sie mehr zu ihren Projekten und Arbeitsweisen. Wir möchten mit den Humuswochen eine Plattform für Vernetzung und Austausch bieten rund um die Themen Bodenfruchtbarkeit, aufbauende und regenerative Landwirtschaft für konventionelle und ökologische Betriebe, zukunftsfähiger und klimafitter Wald, Klimawandel und Klimalandschaften, Gesundheit und sauberes Wasser, etc.

18:45 Uhr Einleitende Worte unserer Schirmherrin Tessy Lödermann, stellv. Landrätin, und von Hubert Mangold, Bürgermeister von Grafenaschau

18:55 Uhr Grußwort und Hallo des Teams

19:00 Uhr

»Holistisches Management in der Landwirtschaft« — Wolfgang Sappl

Auf einen Bio-Betrieb in der Nähe von Holzkirchen-Oberbayern aufgewachsen. Gutsverwalter in Seeshaupt Schwerpunkt: Weidehaltung holistic Managment und Innovation Starkes Interesse an einem lebendigen Boden. Interaktion, Boden, Pflanze, Tier und Mensch steht im Mittelpunkt meiner Arbeit. Wie schaffen wir die Böden fit zu bekommen, nährstoffdichte Pflanzenbestände zu etablieren, die ein gesundes Tier garantieren und ein Top-Lebensmittel für uns Menschen sein kann. Dabei darf die Biodiversität im und auf dem Boden nicht zu kurz kommen. Der Vortrag beschäftigt sich damit, was dabei die Herausforderungen sind und zeigt einige Beispiele in der täglichen Arbeit am Betrieb auf!19:50 Uhr

»Projekt Life Future Forest« — Domink Landerer

Unter Zukunftswald (Future Forest – Wald der Zukunft) versteht man eine Waldstruktur, die überwiegend aus Laubbäumen besteht, deren Laub das Bodenleben anregt und die Zahl der Regenwürmer erhöht. So wird eine gute humusaufbauende Bodenstruktur garantiert, um den Herausforderungen des Klimawandels gerecht zu werden. Dominik Landerer geht in seinem Impulsvortrag auf Messung- und Forschungsschwerpunkte (lebendiger Boden, Feinwurzeluntersuchungen, Wachstumsverhalten verschieden Baumarten, …), erste Forschungsergebnisse und die Umsetzung einer Waldprämie für Waldbesitzer im Pilotprojekt ein.20:30 UhrPause20:45 Uhr

»Ideen und Erfahrungen aus dem regenerativen Gemüsebau« — Anselm Hannemann

In einem kurzen Impulsvortrag teilt Anselm Hannemann die Story von Schaufel & Gabel, einer kleinen Gemüsegärtnerei mit Direktvermarktung in Habach. Dabei gibt es viele Einblicke in das komplexe, aufbauende Bodenmanagementsystem, Hilfsmittel und Denkweisen für eine bodenschonende Bewirtschaftung und den Aufbau von Ökosystemen.

21:15 Uhr Pause

21:30 Uhr Moderierte Diskussionsrunde mit den Vortragenden

22:30 Uhr Veranstaltungsende

Oktober, November 2023: Ausstellung „Wer ernährt die Welt von morgen?“

Im Oktober und November wird es auf dem Acker der SOLAWI Isartal die Ausstellung „Wer ernährt die Welt von morgen?“ zu sehen geben. Mit der Leihgabe vom INKOTA-netzwerk e.V. möchten wir zum Nachdenken und Diskutieren darüber einladen, welchen Beitrag eine Solidarische Landwirtschaft zum Ernährungssystem leistet.

Die Ausstellung ist zu unseren Führungen auf dem Acker zu sehen:

  • 24.11.2023 beim Advents-Einläuten
  • Zu sehen, immer wenn jemand auf dem Acker ist – einfach ansprechen, wenn ihr vorbei kommt!
  • Auf Anfrage bei Eva unter oeko-bildung@solawi-isartal.de (bei Angabe der Telefonnummer gern Rückruf)

Auszug aus der Ausstellungs-Beschreibung: Wofür steht Agrarökolgie?

„Die Produktionsweise der industriellen Landwirtschaft hat dramatische Auswirkungen für Mensch und Natur: Die Klimakrise wird verstärkt, die Artenvielfalt nimmt ab, Wasser wird verschwendet und Kleinbbäuer*innen verlieren ihr Land oder werden auf Plantagen ausgebeutet.

Drei Unternehmen, unter anderem die deutsche Bayer AG mit Monsanto, kontrollieren rund 60 Prozent des weltweiten Marktes für Saatgut und Pestizide. … Ein nachhaltige Alternative ist Agrarökologie, die traditionelle und innovative Anbaumethoden zusammenführt. … Als ganzheitlicher Ansatz ist Agrarökologie wissenschaftliche Forschung, praktische Umsetzung und gesellschaftliche Bewegung zugleich. Eine agrarökologische Landwirtschaft wird zunehmend als Modell der Zukunft diskutiert.“

Die Ausstellung wird Begleitet von einem Fragebogen, der vor Ort ausliegt oder hier heruntergeladen werden kann:

Download Fragebogen
Download Flyer

Kürbis- und Karottenernte in den Ferien

In der letzten Ferienwoche haben wir besonders auch die Familien eingeladen bei der Ernte zu helfen. Dran waren die Karotten und Kürbisse. In 2 Stunden waren 4 Erwachsene und 5 Kinder Erntehelfer. „Viele Hände, rasches Ende!“, so Jan, unser Gärtner.

Die Karotten haben mit ihren verschlungenen Formen für Begeisterung gesorgt und die Kinder waren stolz, wenn sie ein besonders dickes Exemplar aus der Erde zogen. Außerdem haben wir bunte Raupen – vermutlich vom Schwalbenschwanz-Schmetterling – gefunden und in einzelnen Rettungsaktionen zu anderen Karottenpflanzen gebracht.

Die Kürbisernte war direkt eine Schatzsuche. Die verschiedenen Sorten (Butternut, Hokaido, Sweet Dumpling und Reste vom Rondini) verstecken sich unter dem dichten Blätterdach. So staksen wir durch das Grün und finden alle paar Schritte einen Kürbis. Die bleiben auf dem Acker zu Sortenhaufen sortiert zum trocknen.

Was für ein Erlebnis!

14.09.2023: „Ernte Teilen“ – Dokumentarfilm mit Regiegespräch

Der Filmemacher Philipp aus Berlin hatte uns eingeladen am 24.08.2023 mit ihm auf das 5-Seen-Festival zu kommen, wo sein erster Dokumentarfilm „ERNTE TEILEN“ im Kino Breitband in Gauting gezeigt wurde. Wir begleiteten ihn dort und diskutierten nach dem Film mit den Kinobesuchern über unser (Land-)Wirtschaftssystem und unsere Erfahrungen in der SOLAWI Isartal.

Der 81-minütige Film erzählt die Geschichte von Landwirt*innen, die dem Wachstumszwang unseres Systems etwas entgegensetzen und mit Mut und Gemeinschaftssinn eine andere Wirtschaftsform schaffen – Solidarische Landwirtschaft. Besonders spannend für mich war die Perspektive der Produzenten-Seite, denn die SOLAWI Isartal ist von den Konsumenten ins Leben gerufen worden. Was sind die Vorteile für Produzenten? Was für die Konsumenten? Und wie skalierbar ist eine Solawi eigentlich? Ein nachdenklicher Film, der Mut macht und neue Energie gibt. Absolut eine Film-Empfehlung!

Nächster Termin in deiner Nähe

14.09.2023 um 18:30 Uhr im Neuen Maxim München.

Auch hier wird der Regiesseur anwesend sein und Ella von der SOLAWI Isartal diskutiert mit. –> zu den Tickets

Hier gehts zum Trailer und zur Website.

Trailer auf YouTube