Das könnte deine Kiste sein – neue Online-Infoabende

Lust auf regionales und saisonales Gemüse?

Die neuen Termine der SOLAWI Isartal Online-Infoabende stehen fest:

  • 08.12.2022 19:30 Uhr
  • 19.01.2023 19:30 Uhr
  • 16.02.2023 19.30 Uhr

Wir sind eine gemeinschaftsgetragene Gemüse-Genossenschaft mit Acker und einer Bio-Gärtnerei.

Wir wachsen und Du kannst eine wöchentliche Gemüsekiste beziehen, oder uns als Fördermitglied unterstützen, beim Anbau und vielem mehr aktiv teilnehmen!

Wir stellen uns und unsere nachhaltige Bewirtschaftung vor und zeigen dir, was dir eine ökologische, saisonale und regionale Ernährung bringt. Neugierig? Dann werde Teil unserer SOLAWI Community und melde dich unverbindlich zum Online-Infoabend an.

Nach Anmeldung senden wir dir den Teilnahme-Link zu.

Solidarische Landwirtschaft in Deiner Region
Agrarwende – Fördern – Mitgestalten – Erleben

Bürgerkraft und SOLAWI Isartal informieren

„Tue Gutes und rede darüber!“. Gutes tun – das klappt seit den zwei erfolgreichen Betriebsjahren dank der tatkräftigen, hervorragenden, kreativen Unterstützung im Leitungsteam, in Arbeitskreisen und durch Förderer und Kistenbezieher*innen.

Das mit dem darüber reden, verwirklichen wir mit unserem „Mutter-Verein“ Bürgerkraft Isartal e.V. durch das halbjährlich herauskommende Heft „BÜRGERKRAFT UND SOLAWI ISARTAL informieren“. Darin findet ihr Themen rund um die Klima-, Energie- und Agrarwende. Außerdem starten wir mit diesem Heft auch die Kooperation mit anderen regionalen Direktvermarktern. Sieben Höfe und Läden stellen ihre Angebote vor. So findest du neben dem frischen SOLAWI Gemüse auch leckere Eier, Hühnchen oder Brot vor Ort.

Wo bekommst du das Heft?

Unsere Mitglieder verfügen über ein Kontingent an gedruckten Exemplaren, um sie CO2-sparend zu verteilen. Schreibe uns bei Bedarf oder dein Feedback gern an mitmachen(at)solawi-isartal.de, oder lade die digitale Version hier einfach herunter.

Erntedankfest der SOLAWI Isartal

Letzten Sonntag versammelten sich rund 50 Mitglieder der SOLAWI Isartal, mit Kind und Kegel, bei strahlemden Wetter auf dem eigenen Acker zum Erntedankfest.

So begegneten sich die Genoss*innen aus Wolfratshausen, Icking, Schäftlarn, Baierbrunn und Pullach zum regen und fröhlichen Austausch. Die prallen Beete, Kohlsorten, Sonnenblumen und Karotten begrüßten die Besucher – wovon manche sogar das erste Mal auf dem Acker zu Gast waren, wobei andere wiederum schon regelmäßige Helfer gewesen sind. 

Zusatzbonus: es gab eine Apfelverkostung der Obstgärtnerei Oliver Braunhold!  Hier wurden gut 15 versch. alte Apfelsorten zum Testen und Bewerten angeboten, um so mit Hilfe der anwesende Solawisti auszuwählen welche Baumsorten künftig unsere Wiese schmücken dürfen! 

Schon bald versammelten sich alle um den Leitungskreis der SOLAWI Isartal.  Peter, unser Vorstand, berichtete vom gelungenen Start der SOLAWI, und gab einen knappen Ausblick auf die Erweiterungsplanung im nächsten Jahr auf 200 Kisten. Anschließend wurde der restliche Leitungskreis vorgestellt, die Arbeitskreise beschrieben, und der Einsatz der engagiertesten Helfer mit einen kleinen Zeichen des Danks belohnt.  Nicht zuletzt wurde die fleißige Gärtnerin Iris, die den Aufbau begleitet und geleitet hat verabschiedet, und kräftig gedankt, da sie sich zum Saisonende neue Herausforderungen sucht.  Unsere Aufsichtsrätin, Ella, berichtete zudem ein wenig über die Geografie und der Geschichte rund um das Ackerland.  Mit Gesang und einem Ritual angeleitet von Solawisti Elisabeth, mit Unterstützung der anwesenden Kinder, wurde nun dem Hauptakteur gedankt – dem Ackerboden.  Alles war sehr feierlich und schön!

Nachdem waren vor allem die Kinder nicht mehr zu halten, denn es ging um den Kuchen, die Snacks und vorbereitete Getränke, die die Besucher stärkten und bei Sitzgelegenheiten, oder beim Spaziergang über die Flure einluden.  Gemütlich wurde es letztlich an den Feuerschalen mit Stockbrot.

Die SOLAWI Isartal bedankt sich bei allen Besuchern, Helfern und Freunden und freut sich auf viele weitere fruchtbare Jahre!

Fünf Finger stehen hier und fragen:
„Wer kann wohl diesen Apfel tragen?“
Der 1. Finger kann es nicht.
Der 2. sagt: „Zu viel Gewicht“.
Der 3. sagt: „Kann ich auch nicht heben.“
Der 4. schafft das nie im Leben!
Der 5. Finger aber spricht:

„Ganz allein? So geht das nicht!“
Gemeinsam heben kurz darauf fünf Finger diesen Apfel auf!

Bildrechte: Barbara, Birgit, Ella

Steckbrief: Schwarzer Rettich


Wieder so ein Sonderling in deiner Solawi-Kiste? Was hat es mit der schwarzen, harten Kugel auf sich, und wie verarbeitest du sie? Hier liest du mehr zu deiner Neuentdeckung diesen Herbst.

Merkmale des Winterrettichs

Der Schwarze bis dunkelbraune Winterrettich hat seine Saison in der kalten Jahreszeit. Er kann rund, aber auch länglich wachsen. Die Schale ist rau und hart, sein Fruchtfleisch ist weiß und leicht porös. Sein Aroma ist eher schärfer und würziger als beim Sommerrettich.

Lagerung

Die eher in vergessenheit geratene runde Vitaminbombe ist, wenn er frisch ist, fest und nicht zu groß. Seine Schale sollte für die Lagerung im Gemüsefach unverletzt sein. Eingeschlagen in ein feuchtes Tuch hält er ca. 1 Woche.

Verarbeitung

Den Rettich vor dem verzehr bitte schälen und anschließend z.B. für Rohkost-Salate oder als Brotbelag raspeln oder in dünne Scheiben schneiden. Als Begleiter für japanische Sashimi ist er eine heimische Wucht. Die Schäfe lässt sich durch Salz oder Einlegen in Essig abmildern. Der schwarze Rettich kann auch in deftigen Suppen verarbeitet oder in der Pfanne angebraten werden.

Wirkung

Die dunkle Kugel ist eine Vitamin-C-Bombe. Seine Senföle fördern den Stoffwechsel und helfen in der Erkältungszeit gegen Husten und Heiserkeit.

Tipp: Hustensaft aus Winterrettich und Honig

Die enthaltenen Senfölglykoside wirken sich positiv auf den Atemtrakt aus und bekämpfen Bakterien. Daher gilt der Rettichsaft als probates Hustenmittel. So stellst du selber einen süßen Hustensaft her.

  • Die Rettich-Kugel aushöhlen und das Fruchtfleisch z.B. zum Verzehr zur Seite legen.
  • Den Boden ca. 5 mal mit einer Nadel durchstechen.
  • Den Rettich auf ein Gefäß setzen, so dass durch die gestochenen Löcher flüssigkeit in das Gefäß tröpfeln kann.
  • 5 EL flüssigen Honig in den Rettich füllen.
  • Wenn der Honig durchgelaufen ist, den Boden weiter aushöhlen und erneut Honig durchlaufen lassen.

Ein Erwachsener kann mehrmals am Tag einen Teelöffel voll zu sich nehmen. Kinder entsprechend weniger dosieren.

Welches sind eure Vitamin-Bomben, euer Gesund-Gemüse und Tipps für das Immunsystem für den kommenden Winter? Nutzt die Kommentare oder schreibt uns eine E-Mail.

Allgemeine Informationen über den Winterrettich sind aus essen-und-trinken.de entnommen und findet ihr natürlich auch auf Wikipedia. Informationen zum Hustensaft sind von Heilpraxisnet.de entnommen.

Bildrechte: Angie Rockwell

Die SOLAWI Isartal im München TV

Nicht nur ein Gaumenschmaus, sondern einen Augenschmaus bereitet die SOLAWI Isartal am 20.10.2022 um 18:45 Uhr auf München TV.

Eva Nusshart besuchte uns auf unserem noch üppig bewachsenen Acker bei der Ernte und interviewte unsere Gärtnerin Iris und unseren Obstbaum-Lieferanten Oli für die Sendung „München tut gut„.

Schaut doch mal rein! Hier geht’s zur Sendungswebsite.

Bildrechte: Peter Tillmann/Oliver Braunhold

Prinz Albrecht zum Anbeißen

Äpfel in der SOLAWI Kiste. Das kam gut an! Zuletzt habt ihr die alte Apfelsorte Prinz Albrecht probieren dürfen. Grund genug euch den Leckerbissen etwas vorzustellen.

Der Albrechtapfel

Der Apfel wurde 1863 vom Hofgärtner C. Braun auf Schloss Kamenz bei Glatz (heute Polen) aus den Apfelsorten „Kaiser Alexander“ und „Baumanns Renette“ gekreuzt. Zu Ehren des Schlossherren benannte Braun die neue Apfelsorte „Prinz Albrecht von Preußen“ und ist heute auch als „Albrechtapfel“ bekannt. Sie zeichnet sich durch Robustheit, Ertragreichtum und einen süß-säuerlich, saftigen Geschmack aus.

Die mittelgroße Frucht wächst eher breit und gleichmäßig. Die glatte Schale ist gelblich und zeigt zur Reife rote Flecken oder Streifen. Der mittellange Stiel sitzt tief in einer berosteten Mulde. Die weit schlüsselförmige Kelchgrube umgibt einen großen, offenen Kelch, der in eine trichterförmige Kelchhöhle übergeht. Das Kerngehäuse ist klein und geschlossen mit breiten Kernen. Der Baum wächst langsam, wird schnell ertragreich, ist wenig anfällig bei Frost und Krankheiten und ist daher sehr gut auch für kleinere Gärten geeignet. Der Boden sollte nährstoffreich und feucht sein. Ein regelmäßiger Schnitt regt das Wachstum an.

Die Äpfel werden ab September bis Oktober reif und lassen sich bis Ende Dezember lagern, werden dabei aber mürbe. Das Fruchtfleich ist auch für Allergiker gut geeignet.

Die Informationen über die Apfelsorte sind der Zeitschrift „Gartenpraxis“ Ausgabe 10/22 entnommen.

Obstgärtnerei Oliver Braunhold

Die Ziele vom Obstbaumgärtner Oliver Braunhold sind: das Wiederauffinden alter, robuster und gut schmeckender Sorten, die Erhaltung und Verbreitung der Sortenvielfalt, und ein Bioanbau ohne jegliche Pestizide.

Heute sind weltweit mehr als 10.000 Apfelsorten beschrieben. Etwa 2.000 davon sind in Deutschland beheimatet. Mittlerweile pflegt Oliver über 200 Apfel- und über 80 Birnensorten! Vielleicht finden bald wieder regionale Äpfel aus der einzigen Bio-Obstgärtnerei der Region den Weg zu euch.

Bildrechte: A. Rockwell und Peter Tillmann/Oliver Braunhold

Steckrüben-Steckbrief – die SOLAWI Kistenküche

Dir ging es bei der letzten Kisteninfo vielleicht ähnlich: Hä? Steckrübe? Mal von Großmutter gehört, aber nie gesehen. Nie geschmeckt. Was mach ich damit?

Hier ein paar Infos und ein Rezept, das ich heute ausprobiert hab, während ich den ersten Apfel vom Obstbauern geknabbert hab (hey, wie geil schmecken die denn?!). Vielleicht kommst Du ja auch auf den Geschmack!

Die Steckrübe, Kohlrübe, …

Die Kohlrübe nennt man auch Dorsche, Dotsche, Bodenkohlrabi, Wurke, Unterkohlrabi, Steckrübe oder Schmalzrübe. Das Wurzelgemüse hat blaugrüne Blätter und wächst rundlich, oval bis spitz unter der Erde, wobei der Scheitel aus dem Boden hervorschaut. Die dicke, raue Schale ist weißlich bis rötlich und das Fleisch ist weißlich bis gelblich. Die Haupterntezeit in Deutschland beginnt im Oktober und endet im November.

Lagerung

Für die Lagerung sollten die Rüben ohne Blätter, unversehrt und geputzt sein. Du kannst die Kohlrübe 2-3 Wochen im Kühlschrank lagern, auch in einem kühlen Keller halten sie sich ähnlich gut wie Kartoffeln.

Inhaltsstoffe

Der Kohlrübe werden vor allem antioxidative Kräfte zugeschrieben. In der Rübe stecken zahlreiche Vital- und Mineralstoffe, die die Abwehrkräfte stärken und den Stoffwechsel vorteilhaft unterstützen. Das kalorienarme Wurzelgemüse ist reich an Eiweiß, Fett und Kohlenhydraten, ätherische Öle, Calcium, Vitamine B1, B2, C und Niacin.

Verwendung

Kohlrüben können roh gegessen und beispielsweise geraspelt zu Rohkostsalat zubereitet werden. Zur bekömmlicheren Zubereitung werden sie gewaschen, geschält und in Streifen oder Scheiben geschnitten. Sie werden gekocht und anschließend püriert oder in Butter, Zucker und etwas Salz glasiert. Auch für deftige Suppen oder Eintöpfe sind sie geeignet. Die Blätter der Kohlrübe werden nicht gegessen.

Rezepte – Steckrübengratin

Dieses Rezept habe ich selbst ausprobiert, mit Mengen, wie sie eben gerade da waren und meinem Geschmack entsprechen. Es hat sich sehr gelohnt. Die Kohlrübe ist leicht nussig-süßlich, gemüsiger als die Kartoffel und macht Lust auf mehr.

Wandelt es nach eurem Gusto ab:

  • 1 Kohlrübe
  • 1 Zwiebel
  • 4-5 Kartoffeln
  • 1/4 l Sahne
  • einen Schuss Weißwein
  • 1 TL Suppenpaste oder gekörnte Brühe (siehe auch letzter Beitrag)
  • ein paar Stangen Sellerie
  • ein Zweig oder 1 TL Thymian
  • Olivenöl
  • Salz und Pfeffer
  • 200 g Greyezer-Käse

Und so geht’s:

Kohlrübe und Kartoffeln schälen und in feine Scheiben schneiden. Zwiebel schälen und würfeln. Die Zwiebel in Olivenöl anschwitzen, mit einem Schuss Weißwein löschen und ein paar Minuten einkochen lassen. Dann mit der Sahne angießen, mit Thymian und einem Löffel Suppenpaste würzen und einige Minuten kochen.

In der Zwischenzeit eine Auflaufform einölen und die Rübe und Kartoffel darin schichten. Etwas Stangensellerie klein schneiden und darüber geben. Salzen und Pfeffern. Die Sahnemischung darüber geben. Wenn es zu wenig Flüssigkeit ist noch Sahne oder Wasser angießen.

Den Ofen auf 200 Grad Umluft vorheizen. Den Auflauf 20 Minuten darin garen. Dann den geriebenen Käse darüber geben und weitere 20 Minuten bei ca. 180 Grad weiter backen. Dazu passt ein SOLAWI Wintersalat.

Weitere Rezepte mit genauen Mengenangaben findet ihr zu Hauf im Internet. Weitere vielversprechende Rezepte wie Puffer, Suppen, internationale Rezepte und Aufläufe habe ich hier gefunden.

Magst Du Deine Rezepte Teilen? Nutze die Kommentarfunktion oder sende uns Deine Rezepte mit Fotos per E-Mail. Vielleicht findest Du sie bald bei uns auf der Website.

Bilderrechte: Eva Weigell

Wohin mit dem Selleriegrün? Tipp aus der SOLAWI Kistenküche.

Selleriepaste für Soßen

Ich muss zugeben: Selleriegrün ist nicht das Gemüse, das ich so beim Fernsehen weg-snacke. Ich bin ja kein Hase. Und meine Kinder… frag nicht! Über das erste Selleriegrün hat sich das Baierbrunner Dammwild gefreut. Aber als das zweite Mal Selleriegrün in der SOLAWI-Kiste wartete, hab ich doch lieber mal recherchiert. Hier ist, was ich damit angestellt hab:

Selleriestängel einfrieren

Gerade, weil Sellerie nicht so unser „Ding“ ist, hab ich es logischerweise nie da, wenn ich es doch mal brauchen könnte. Sellerie gibt nämlich Soßen und Suppen einen feinen Geschmack, da wär’s doch ganz gut, Sellerie zum Mitkochen griffbereit zu haben und, ob der besonders gelungenen Speise, als Küchengöttin verehrt zu werden. Deswegen Selleriegrün waschen, abtupfen und die Stängel klein schneiden. Ab damit in eine Dose und in den Eisschrank. Genial einfach.

Selleriegrün kleingeschnitten – die Stängel wandern in den Eisschrank, um bei Bedarf für Soßen und Suppen zum Einsatz zu kommen.

Sellerie-Paste für Suppen, Soßen und Dips

Die restlichen Stängel und Blätter wanderten in unseren Mixer. Rund 200 Gramm Grünzeug habe ich mit 20 Gramm Salz und 150 Gramm Rapsöl fein püriert. Das Ergebnis wanderte in ein heiß gespültes Glas mit Schraubverschluss. Bedeckt mit etwas weiterem Öl wartet die Paste jetzt im Kühlschrank geduldig auf seinen Einsatz für Soßen, Salatsoßen, Suppen oder als Dip mit Frischkäse oder saurer Sahne.

Nie wieder „gekörnte Brühe“ kaufen

Übrigens. Ähnlich verfahre ich mit Suppengrünresten, aus denen ich eigene Brühenpaste herstelle:

  • Lauch
  • Sellerie
  • Selleriegrün
  • Karotten
  • Zwiebel
  • Kräuter, z.B. Maggikraut, Petersilie
  • dazu ein Viertel Salz

Die Gemüsemischung kommt grob geschnitten mit Salz (ein Teil Salz, drei Teile Gemüse) in den Mixer. Alles zu einer Paste pürieren et voilà: Suppenpaste. Auch diese Mischung wird durch den hohen Salzanteil länger haltbar und bleibt im Kühlschrank über Monate gut. Damit lassen sich Brühen, Suppen, Dipps, Salatsoßen, Soßen und so weiter würzen.

Ich wünsche Euch viel Kreativität in der Küche und gutes Gelingen allen Küchengött*innen.

Hast Du auch Tipps, Tricks oder unwiderstehliche Rezepte? Her damit! Angemeldet in die Kommentare oder per E-mail!

Zwiebeln trocknen, Gemüse dörren – die SOLAWI Kistenküche

Zwiebeln trocknen

Zuletzt gab es einen Haufen Zwiebeln in den Abholstationen, die teilweise noch nicht fertig getrocknet waren. Aus diesem Anlass ein paar Tipps, wie ihr die Zwiebeln richtig trocknet, so dass sie sich möglichst lang halten. Wer dann so richtig drin im Thema ist, kann noch die ein oder anderen Gemüse dörren und so gesunde Snacks, Chips, Müsliriegel oder Rohkost-Zutaten für Brot oder Soßen zaubern.

Die frischen Zwiebeln für die Lagerung trocknen

Die geernteten Zwiebeln wurden durch die SOLAWI bereits einige Tage an der Luft getrocknet, so dass sich die äußere Schale aushärtet. Das Zwiebelgrün ist aber teilweise noch feucht. Lasst die Zwiebeln an einem schattigen, luftigen Ort lose z.B. in einer Kiste gelagert nachtrocknen. Achtung: wenn die Zwiebeln zu warm lagern, können die äußeren Schalen aufplatzen.
Ist das Laub ganz trocken, könnt ihr Wurzelreste und lose Schalen entfernen. Bei der möglichen mehrmonatigen Lagerung auf gute Luftzirkulation achten und immer wieder faulende Stellen oder austreibende Zwiebeln kontrollieren.

Gemüse haltbar machen durch Dörren

Beim Trocknen bzw. Dörren wird dem Gemüse Feuchtigkeit entzogen. Durch schonendes Erwärmen der Gemüseschnitze entweicht das enthaltene Wasser als Wasserdampf, Nährstoffe bleiben so erhalten. Damit werden auch vielen Schimmelpilzen oder Bakterien die Lebensgrundlage entzogen – und Zack: Lebensmittel ist länger haltbar. Hier ein Überblick über die einzelnen Dörrmethoden:

Getrocknete Rote Beete von der Solawi, Ananas aus dem Laden, Rosinen und Tee aus dem Garten. Bildrechte: Angie

Dörren an der freien Luft
In wärmeren Ländern oder an sehr heißen Sommertagen lässt sich Dörrgut auffädeln und an der Sonne trocknen. Leider greift die UV-Strahlung einige Nährstoffe an und hungrige Insekten werden angelockt. Gut funktioniert es auch, wenn ihr die Kräuter aus dem Garten wie Thymian, Rosmarin oder Minze nun großzügig erntet, zu sträußen zusammenbindet und luftig ins Zimmer hängt. So trocknen die Kräuter für Tee oder lassen sich als trockne Gewürze nutzen.

Trocknen im Backofen
Im Backofen werden die Gemüsescheiben auf einem Blech oder noch besser einem Gitter verteilt (nicht überlappen lassen!) und bei ca. 40 Grad Celsius Umluft mehrere Stunden (je nach Dörrgut und Dicke der Scheiben) getrocknet. Probiert es auch gern nur mit der Beleuchtung zu erwärmen und einen Holzlöffel in die Ofentür zu klemmen, um die feuchte Luft entweichen zu lassen. Gemüse wie Grünkohl oder rote Beete lassen sich mit etwas Öl und Gewürzen bei 130 Grad Umluft, in ca. 20-40 Minuten (regelmäßig kontrollieren!) im Ofen zu Chips verarbeiten. Nachteil im Ofen ist ein hoher Energieverbrauch und ungleichmäßiges Trocknen, wenn das Dörrgut auf dem Blech liegt.

Trocknen im Dörrautomat
Wer auf den Geschmack gekommen ist, holt sich vielleicht ein Dörrgerät, in dem bei sehr geringer Temperatur oder mit Infrarot-Strahlen, also sehr schonend getrocknet wird. Außerdem sind diese so konstruiert, dass von allen Seiten getrocknet wird und bei möglichst geringem Energieaufwand.

Aufbewahrung
Das Dörrgut nach dem Trocknen unbedingt abkühlen lassen. Frisch schmeckt es natürlich am besten und ist ggf. sogar knackig. Doch in luftdichten Behältern, eher kühl und dunkel gelagert, lassen sich gut getrocknete Lebensmittel relativ lang aufbewahren.

Hast Du spannende Rezepte zum Dörren gefunden? Empfiehlst Du Dein Dörrgerät oder willst es Deinen Nachbarn ausleihen? Teile Deine Erfahrungen gern in den Kommentaren oder in Deiner örtlichen SOLAWI-Signal-Gruppe. Oder schreib eine Mail an uns, wir geben deine Rezepte mit eigenen Fotos gern in Zukunft auf unserer Website weiter.

Bildrechte Zwiebeln: Eva Weigell