Saisonstart 2024 der SOLAWI Isartal

Von Baumspenden, Kinderbeeten und emsigen Vorbereitungen. + Pflanztermine vormerken!

Das Frühlingserwachen ist deutlich zu spüren bei der SOLAWI Isartal. Bereits seit März wird der Acker emsig für die Pflanz-Saison vorbereitet. Hier ein Überblick, über das, was sich seither getan hat.

Neue Bäume!

Am 20. März 2024 rückte unser Obstbaum-Gärtner Oliver Braunhold mit kleinem Bagger an. Damit konnten  9 weitere Obstbäume gepflanzt werden:

  • 2 x Kirsche: Schubacks Frühe Schwarze, Lucienkirsche,
  • 1 x Ouillins Reneklode,
  • 1 x Birne Madame Verté,
  • 1 x Birne Herzogin Elsa, 
  • 1 x Hauszwetschge, 1 x Apfel Zabergäurenette
  • 1 x Kirsche Frühe Rote Meckenheimer

Einige der Sorten sind Wildformen und unterscheiden sich von der Kulturform. Die Blätter der Bäume dienen als Futter für viele Schmetterlingsarten. Das Herbstlaub schützt zudem den Boden vor Erosion und Frost und fördert als Mulch und Kompost die Humusbildung.

Dank an die noblen Spender*innen: Dieter, Elvy, Eva B., und Heidi! Dank an Ella für die Koordination und besonders an Dieter für die Initiative! 

Bild: Helmut
Bild: Eva

Hanami auf der Streuobstwiese

Wer noch einen Grund zum Feiern sucht, der wird im Frühling beim Hanami-Fest fündig. In Japan genießt man ein Picknick unter den blühenden Obstbäumen. Die kurze Blütezeit erinnert uns an die Vergänglichkeit des Lebens und, dass wir es genießen sollten.

Zugegeben, die Blütenpracht auf unserer Streuobstwiese in Schäftlarn muss man noch suchen und die Knospen auf dem Acker sind auch noch übersichtlich, aber Vorfreude ist die schönste Freude.

Erste Blüten auf dem Acker
Die Obstbäume auf der Streuobstwiese Ebenhausen-Schäftlarn wirken noch unscheinbar.

Neues „Ackerchen“

Im März hat eine Kindergruppe vom BUND Naturschutz und zwei Mitglieds-Kinder unseren Acker besucht und einen Kinder-Acker angelegt. Mehr zum Beet für Buddler und Experimentiererinnen gibt’s in diesem Bericht. (Bild: Eva W.)

Acker-Vorbereitung

Neuer Graben

Mit Hilfe eines kleinen Baggers und vielen Helfer*innen mit Schaufel und Spaten wurde im März um unser Zelt herum ein kleiner Graben realisiert. Der schützt den Boden im Zelt vor Überschwemmungen. (Bild Walter K.)

Neue Gründüngung

Das Kleegrasfeld wurde von den Mäusen etwas mitgenommen. Auf einem Teil des Feldes wurde daher mithilfe eines Vredo-Nachsaatgerätes Rotkleegras nachgesät. Die Maßnahme über den Maschinenring ist sinnvoll, damit ausreichend Mulchgras geerntet werden kann. Nun muss das Wetter sein übriges tun, damit die Saat gut aufgeht.

Zudem wurde ein Teil der Gründüngung bereits geerntet und kann bereits zu Heuballen gepresst werden. Diese Silage wird dann als Mulchmaterial verwendet.

Erste Radieserl sprießen

Hier muss man schon genau hinschauen. Aber die ersten angesäten Rasieserl schauen schon hervor. Hoffentlich wird’s ihnen die nächsten Tage nicht zu kalt.

So gut wie neu: die Bodenfräse

Die Bodenfräse ist runderneuert samt Messermontage. Danke an Bernhard und das gesamte Acker-Team, das das Reparaturprojekt so toll gepackt hat! (Bild: Walter K.)

Neue Pflanztermine im Mai

Für Mitglieder und interessierte bieten wir gemeinsame Pflanz-Tage an:

  • Frühlingsfest am 11.05.2024
  • Wilde Tomaten um den 15.05.2024
  • Pflanz in den Mai! Fruchtgemüse am 19.05.2024

Bitte informiert euch über die internen Signal-Gruppen!

Für Interessierte, die den Acker besuchen und mehr zur solidarischen Landwirtschaft erfahren möchten, haben wir öffentliche Acker-Führungen am

27.04.2024, 14 Uhr: Acker-Führung nachhaltige regenerative Landwirtschaft erleben auf dem Acker der SOLAWI Isartal neu

Willkommen auf dem Acker!

Die Teilnehmer*innen erfahren, was ökologische Landwirtschaft mit Klimawandel, Arten- und Vogelschutz sowie nachhaltiger Ernährung zu tun hat. In Kooperation mit dem BUND Naturschutz wird erklärt, wie die SOLAWI mit verschiedenen Methoden die Artenvielfalt auf dem Acker vergrößert und gleichzeitig gesundes Gemüse erntet, Lebensmittel rettet und die Transportwege verkürzt.

Die genossenschaftlich geführte Bio-Gärtnerei arbeitet auf 2,7 ha Ackerfläche. 160 Haushalte zwischen Wolfratshausen und Solln werden wöchentlich mit regionalem Bio-Gemüse beliefert. Die Mitglieder der SOLAWI können auf dem Feld selbst mitarbeiten.
Kinder sind herzlich willkommen, beim Acker-Bingo Gemüse zu suchen.

Teilnahmegebühr: 7 EUR, Kinder bis 15 Jahre frei.

Hallo Frühling! Hallo Ackerchen!

Auf dem SOLAWI Isartal Acker entsteht ein Kinder-Beet

Am 16. März 2024 haben die Baierbrunner Kinder der BUND Naturschutzgruppe Isarkieselchen (6-7 Jahre) den Frühling auf dem SOLAWI Isartal Acker begrüßt. Etwas bleibendes haben sie hinterlassen: denn mit Hilfe der Erwachsenen haben sie ein Kinder-Beet angelegt, das in Zukunft für die Feldversuche der Kinder dient. Die ersten Blumen wurden bereits ausgesät.

Eva und Christina haben die Planung und Umsetzung des Acker-Vormittags für die Kindergruppe übernommen. Nach dem gegenseitigen Kennenlernen haben sich die Kinder in einer Bewegungsmeditation in die Samen und Wurzeln eingefühlt, die im Boden überwintern. Musikalisch begleitet haben wir gespürt, wie die ersten Sonnenstrahlen alles wärmen und die Wurzeln, Blätter und Blüten sich in alle Richtungen strecken.

Danach schwärmten die Kinder aus und entdeckten den Acker. Die Reste einiger Kohlsorten waren noch zu finden, ein zerfressener Kohlrabi und die ein oder andere pfrenniggute Karotte. Außerdem glitzernde, farbige Steine. Die vielen Funde wurden zusammengetragen, den Farben zugeordnet und es gab einen lebendigen Austausch über das Wachsen, Vergehen und Entstehen von fruchtbarem Boden.

Jetzt war es aber Zeit für eine Brotzeit. Frisch gestärkt durften die Kinder endlich ihre mitgebrachten Schaufeln nutzen. Neben der Gerätehütte war ein Kinder-Beet abgesteckt. Die Erwachsenen lockerten die Grasnarbe und die Kinder durften nach Herzenslust buddeln. So viele Regenwürmer, Larven und Krabbeltiere wurden entdeckt. Manche davon konnten in Becherlupen genauer betrachtet werden. Andere Fundstücke wanderten auf eine Plane. Das kleine Ackerchen wurde von den stärksten mit großen Steinen vom Lesesteinhaufen umrandet.

Auf diesem ca. 3×5 m große „Ackerchen“ können die Kinder nach Herzenslust buddeln, entdecken und Pflanzexperimente machen.

Zum Abschluss untersuchten wir noch Samenkörner von verschiedenen Blumen. Eifrig wurden diese dann zum umgegrabenen Teil des Beetes getragen und sorgsam verbuddelt.

Wir freuen uns schon sehr auf das erste Keimen bis hin zu den duftenden, bunten Blüten. Danke an die interessierten und tatkräftigen Kinder der Isarkieselchen! Und natürlich laden wir alle Kinder der SOLAWI Isartal und unsere Gäste dazu ein, sich dem Boden im Kinderbeet spielerisch zu nähern.

Wer den Acker und das Ackerchen kennenlernen möchte, eine individuelle Tour buchen oder sich gern beteiligen oder Material spenden möchte, kann sich melden unter oeko-bildung@solawi-isartal.de

04.05.2024, 15 Uhr: Ackerführung zum Klimafrühling

Die Landkreise und Gemeinden des Oberlandes sind zum einen vom Klimawandel betroffen und müssen sich auf vielfältige Herausforderungen und Veränderungen einstellen. Mit dem Klimafrühling Oberland wollen sie mit sehr unterschiedlichen Veranstaltungen Engagement im Bereich Klimaschutz sichtbar machen.

Im Rahmen des Klimafrühling Oberland bieten wir eine Ackerführung zum regenerativen Gemüseanbau in unserer solidarischen Landwirtschaft an.

Die Teilnehmer*innen erfahren, was ökologische Landwirtschaft mit Klimawandel, Arten- und Vogelschutz sowie nachhaltiger Ernährung zu tun hat. Es wird erklärt, wie die SOLAWI mit verschiedenen Methoden die Artenvielfalt auf dem Acker vergrößert und gleichzeitig gesundes Gemüse erntet, Lebensmittel rettet und die Transportwege verkürzt.

Die genossenschaftlich geführte Bio-Gärtnerei arbeitet auf 2,7 ha Ackerfläche. 160 Haushalte zwischen Wolfratshausen und Solln werden wöchentlich mit regionalem Bio-Gemüse beliefert. Die Mitglieder der SOLAWI können auf dem Feld selbst mitarbeiten.
Kinder sind herzlich willkommen, beim Acker-Bingo Gemüse zu suchen.

Teilnahmegebühr: Es wird um freiwillige Förderbeträge gebeten.

15.06.2024, ab 13 Uhr: Nantesbucher Tischgesellschaft

von der Stiftung Kunst und Natur zur „Nantesbucher Tischgesellschaft“ am 15.06.2024 eingeladen zu sein. Wir repräsentieren das Konzept der Solidarischen Landwirtschaft und stellen den regenerativen Anbau, Artenvielfalt-Projekte und Bildungsansätze vor.

Zwei Tage rund um die Welt des Essens und ihre Verbindung zu gesunden Böden. Im und um das Lange Haus der Stiftung Kunst und Natur in Nantesbuch darf genascht und ausprobiert werden. Es erwarten Sie Vorträge, Gespräche, Theater, Musik und Kulinarik-Podcasts zum Motto „vom Acker zur Gabel“. Da darf die SOLAWI Isartal nicht fehlen.

Wir sind schon sehr gespannt auf das inspirierende Setting und werden berichten!

Weitere Infos und Tickets auf der Webseite der Stiftung Kunst und Natur.

The circle of Nature. Theaterstück von und mit Peter Trabner und dem Baum

Die SOLAWI Isartal präsentierte den großartigen Künstler Peter Trabner und sein Umwelt-Stück „The circle of nature“ am Freitag, den 26.01.2024 in den Räumen des Vereins Mittendrin in Baierbrunn.

Rund 30 Gäste waren begeistert von dem Stück, das uns mit Witz und Irrsinn die Fakten der globalen erschreckenden Lage und Zusammenhänge verdeutlichte. Trotzdem hinterlässt uns der Abend freudig und mit leichtem Herzen. Warum eigentlich?

„The circle of nature“ ist mitreißend, irrwitzig und zuweilen so klarsichtig wie das Quellwasser aus der Plastik-Flaschen-Abfüllanlage des global agierenden Lebensmittelkonzerns, das das Vogelnest samt Küken, als Firmenlogo nutzt.

Es handelt sich um Peter Trabners persönliche Interpretation des von Friedrich Hölderlin geschriebenen Theaterstücks „Der Tod des Empedokles“. Das Stück gilt als das erste Umweltdrama und hat eine Spieldauer von 60-70 Minuten.

Wer Peter Trabner und „The circle of nature“ buchen möchte, kann dies nach Rücksprache machen. Wir stellen den Kontakt gerne her. Herzlichen Dank, Peter, für den unvergesslichen Theater-Abend!

Rückfragen an: eva@solawi-isartal.de

Peter: Vorstand und Gründungsmitglied

Name: Peter Tilmann

Bei der SOLAWI Isartal seit: … 2020, also bereits als die Idee zur SOLAWI noch eine Utopie war.

Beschreibe kurz deine Aufgabe(n) bei der SOLAWI.

Als Gründungsmitglied, „geschäftsführender“ Vorstand und Teil des Leitungskreises habe ich sehr viele Prozesse angestoßen, begleitet und gemeinsam im Leitungskreis und auch den anderen Arbeitskreisen  durchgeführt.  Sei es am Anfang die Gründung der Genossenschaft, die Entwicklung unserer Visionen, die Erarbeitung unserer Konzepte, die Einrichtung unserer Homepage und der Nextcloud oder die Klärung von Unstimmigkeiten und Spannungen in den  Teams unserer Arbeitskreise. Wenn auf dem Acker Entscheidungen getroffen werden, über Personalfragen, Ansaat bis zur Ackerpacht… Bei mir laufen viele Fäden zusammen und Prozesse stapeln sich auf meinem Schreibtisch… Von dort verteile ich sie, wenn möglich dann weiter.

Welches Projekt packst du aktuell bei der SOLAWI an?

Gerade bereiten wir wichtige Schritte für 2024 vor. Die Anbauplanung beginnt gerade. Die Online-Mitgliederbefragung ist in der Fertigstellung. Die ABCert-Prüfung steht  an. Nächstes Jahr soll die SOLAWI besser wachsen, als dieses Jahr. Entsprechend wollen alle Prozesse skaliert werden.  Die nächsten Veranstaltungen , wie unsere Kinovorführung und Online-Vorträge kommen näher.

Welche Eigenschaften/Fähigkeiten/Hintergründe helfen Dir dabei besonders?

Gerne arbeite ich mich relativ furchtlos und neugierig in neue Themenbereiche ein. Meistens schaffe ich es gut auch in stressigen Situationen ruhig und gelassen zu bleiben. Da habe ich durch meine Arbeit als Heilpraktiker und Psychologe schon einen großen Lernraum im Umgang mit Menschen und Gelassenheit. 

Was hat dich zur SOLAWI gebracht?

Der Zufall wollte es, dass wir in der Bürgerkraft Isartal e.V. , deren Vorstand ich war und noch bin (der Posten ist zu vergeben und besser zu besetzen) die Idee hatten, uns mit der Idee SOLAWI zu beschäftigen. Und dann kam eins zum Anderen…

Deine SOLAWI-Vision in 3 Jahren? / Was wünscht du dir von – bzw. für – die SOLAWI?

In drei Jahren erreicht die SOLAWI Isartal eG ihre geplante Größe von ca. 500 Haushalten.  Sie nährt und ernährt uns Solawisti mit Gemüse und mehr und gibt uns auch die Möglichkeit das Konzept des gemeinsamen Wirtschaftens zum Nutzen der Menschen und unserer Natur weiter zu verbessern und und weiter zu verbreiten. Immer mehr können wir uns ein menschliches und natürliches Biotop schaffen, in dem es uns als Individuen gut geht und wir gemeinsam eine Kultur der Dankbarkeit und Zufriedenheit schaffen.  In den nächsten Monaten übernimmt die Verantwortung für den Vorstand der Genossenschaft jemand neues. Nach drei Jahren Aufbauarbeit in der ersten Reihe würde ich gerne mehr im Hintergrund weiter mitarbeiten. Ich wünsche mir, dass zukünftig jedes Dorf, jede Kommune seine eigenen SOLAWI hat und so dezentral, ökologisch und regenerativ die Ernährung der Bewohner*innen im Sinne der „commons“ , der „Gemeingüter“ gemeinsam gewährleistet.

Persönlicheres

Machst du sonst (noch) etwas beruflich?

In meiner Praxis für Naturheilkunde und Psychotherapie betreue ich als Heilpraktiker Patient*innen bei körperlichen und psychischen Beschwerden. Einige meiner Hauptthemen dabei sind  innere Stabilität und Resilienzaufbau. Einen Tag/Woche arbeite ich als psychologischer Fachdienst in einer Mutter-Kind-Einrichtung. Außerdem betreue ich einige Klienten im betreuten Einzelwohnen in München (für TEWIN).

Interessen/Hobbies?

Interessen habe ich viele. Gerne verbringe ich Zeit mit meiner Frau Estelle, Aufsichtsratmitglied und Gründungsmitglied (momentan ist da viel SOLAWI als gemeinsames „Hobby“) und der Familie. Da ich aber neben der Tätigkeit in der SOLAWI in meiner Freizeit auch als Gemeinderat in Baierbrunn in der GRÜNEN Fraktion sitze (als Konsequenz meines Jahre langen kommunalpolitischen Engagements für die Energiewende und Klimaschutz), komme ich momentan sehr wenig zu anderen Dingen, wie Wandern, Naturerleben oder Musik . Täglich  übe ich 25 min. für meinen inneren Ausgleich und als Bewegungsmeditation Tai Chi (seit vielen Jahren) . Die Fahrten in die Praxis  absolviere ich normalerweise mit dem Fahrrad (Ebike). So habe ich meine tägliche Bewegung an der frischen Luft.

Was ist dein Lieblingsgemüse und/oder dein persönlicher Kistenküchentipp?

Gerne esse ich mich durch die Vielfalt unseres Ackers im saisonalen Jahresverlauf. Dabei freue ich mich besonders über die Rondinis, die ich vor dreißig Jahren bei meinem Zivildienst auf Schloss  Weidenkam erstmals als kleinen Kürbis kennengelernt habe.

Dein Lese-/Musik- oder Ausflugstipp für Solawisti?

Mein Sach-Buchtipp (Anfangs ein wenig zäh, aber später gut im Abgang):
Jascha Rohr, Die große Kokreation
„Eine Werkstatt für Alle, die nicht mehr untergehen wollen“

Mein Ausflugstipp:
Eine  Wanderung an der Isar entlang von Baierbrunn bis Icking oder Wolfratshausen.  Das ist Natur pur im naturbelassenen Auwald.

Du willst noch mehr von uns kennenlernen? Hier geht’s zu den Personen-Vorstellungen.

Die Guten ins Kistchen. Einblick ins Kistenpacken.

Wie kommt das Gemüse in die grüne Kiste?

Heute schauen wir hinter die Kulissen zu unserem fleißigen Gärtner- & Pack-Team! Das frisch geerntete Gemüse wird hier wöchentlich in unserer Packstation durch die Gärtner gewaschen. Anschließend übernehmen die freiwilligen Helfer*innen und das Gemüse wird gewogen und auf die Kisten verteilt. Diese gelangen dann an unsere 8 Abholstationen, wo sie auf die hungigen Solawisti warten.

Wöchentlich werden momentan 160 Kisten gepackt und 2024 sollen es 200 werden. Jede und jeder ist herzlich eingeladen, sich zu engagieren. Für jeden Packtermin werden 5 Helfer*’innen für 2-3 Stunden benötigt. Es macht viel Spaß und der Bezug zum Gemüse wird ein ganz anderer. Probier’s aus und komm mit zum Kistenpacken. Wir freuen uns auf dich!

Es ist herrlich, mittwochs aus dem Vollen zu schöpfen und die Ernte zu teilen. Das frische Gemüse ist ein so toller Anblick, eine lustige Gruppe und gelebte Solidarität.

Kistenpackerin

Vogelkunde auf dem SOLAWI Isartal Acker

Ackerführung zusammen mit dem Vogelexperten Manfred Siering (BUND Naturschutz, Grünwald)

Auf dem SOLAWI Isartal-Acker wird nicht nur Gemüse produziert, sondern durch unterschiedliche Maßnahmen die Artenvielfalt von Vögeln, Insekten, Würmern und Mikroben gefördert. Der weithin bekannte Ornithologe und engagierte Naturschützer Manfred Siering gab uns am Samstag, 28.10.2023 einen Einblick in die Bedeutung regenerativer Landwirtschaft für die Vogelwelt.

Rund 40 Besucher tummelten sich auf dem sonnigen Acker mit bestem Blick auf die Alpen. Nicht sofort erspäht man die scheuen Vögel, doch wer Augen und Ohren offen hält und sich auf die Umgebung einlässt, sieht und hört es plötzlich auffliegen, zwitschern, rufen, spähen, gleiten… Der Vogelkundler Manfred Siering führte über das Feld, ließ die Besucher durch sein Fernrohr spähen und erzählte anschaulich und abwechslungsreich über die Vogelwelt, ihre Herkunft, ihre Beobachtung, über die Zusammenhänge mit der umgebenden Fauna und Flora und kannte jedes Kraut und jedes Mäuschen mit Vor- und Nachnamen.

Und tatsächlich schwirrten die Goldammern in Schwärmen über unsere Köpfe, der Mäusebussard umkreiste uns, die Bachstelze eilte im schnellen Bogenflug Richtung iberischer Halbinsel und der Turmfalke spie sein Gewölle auf der Sitzstange aus und flog dann scheinbar erleichtert zur nächsten Jagd. Nur der Rotmilan, der sonst unsere Felder überfliegt, ließ sich diesmal nicht blicken.

Was die Vögel am Acker der SOLAWI Isartal schätzen ist das reiche Speiseangebot. So picken sie Körner aus den Blumen und naschen an Kräutern, finden ein reiches Buffet an Insekten und Würmern und jagen spektakulär nach den Wühlmäusen, die unsere Rüben anknabbern. In Hecken und Bäumen, die das Feld säumen, finden sie bald auch ausreichend Nistplätze und Verstecke. Auch die Steinhaufen der Lesesteine dienen als Wohnraum für Eidechsen und andere Amphibien. So soll auf dem Acker ein ökologisches Gleichgewicht entstehen. Wir profitieren davon, da wir keine Pestizide einsetzen müssen, um trotzdem eine gute Ernte ohne Knabberstellen einfahren zu können. Na und schöner, ist es auf einem lebendigen Acker sowieso.

Text: Eva-Maria Weigell

Die SOLAWI Isartal Schulstunde

Im Oktober besuchte unser Mitglied Eva Weigell, mit Unterstützung des Vereins Bürkerkraft Isartal, die dritten Klassen der Baierbrunner Grundschule. Im Rahmen der Nachhaltigkeitswoche der Schule, kam sie als Referentin mit Spielen und Gemüse zum Erleben mit allen Sinnen.

Unsere ca. 30-minütige Schulstunde besteht aus:

  • Kennenlernen der Referent*in und der Kinder
  • Zuordnung von Gemüse und Obst zur jeweiligen Erntesaison im Sitzkreis
  • Gemeinsames Besprechen: Was fällt uns auf? Was heißt saisonal und regional? Warum ist es gut regional und saisonal einzukaufen und zu essen?
  • Schmecken: Gemüsesorten können verkostet werden und die Kinder schreiben zu jeder Sorte 3 Adjektive auf.
  • Fühlen: Gemüsesorten werden in einer Tüte erfühlt
  • Riechen: Kräuter in einer Riechdose werden erschnüffelt
  • nachhaltige Pausenbox: Die Kinder packen eine Pausenbox, wie sie ihnen schmeckt und lernen, Plakstikverpackungen zu vermeiden. Auf das Arbeitsblatt schreiben sie für die Eltern Ideen auf, was sie mitnehmen möchten.
  • Ergebnisse werden in der Klasse besprochen und als Dank gibt es eine Postkarte

Mit viel Spaß und direktem Erleben, führen wir so die Kinder an die Themen heran:

  • Saisonal und regional
  • nachhaltige Landwirtschaft
  • Gemüse und Obst
  • gesunde Ernährung
  • Verpackung vermeiden

Wenn Sie oder Ihre Schule Interesse an unserem Angebot haben, wenden Sie sich gern an:

oeko-bildung@solawi-isartal.de