Heißes für die kalte Jahreszeit – die SOLAWI-Kistenküche

Brrr… es wird deutlich kühler und die Ernte muss eingeholt werden. Dein Ernteanteil ist vielleicht größer, als du ihn in einer Woche verspeisen kannst oder es gibt zusätzliches „Rettungsgemüse“, das nicht verkauft werden konnte. Eine Möglichkeit die frische Ware vorm Schlappmachen zu bewahren ist das Einkochen bzw. Einmachen. Bei schonender Behandlung bleiben viele der gesunden Inhaltsstoffe erhalten. Also ran an den Kochlöffel!

Einkochen? Einmachen? Einwecken?

Beim Einmachen wird das Gemüse oder Obst im Topf gekocht und noch heiß in Einmachgläser und Gläser mit Schraubverschluss eingefüllt und kurz auf den Kopf gestellt. Durch die abkühlende Luft entsteht ein Vakuum im Glas. Oft wird mit Gelierzucker z.B. für Marmeladen gearbeitet, was zusätzlich konserviert.

Beim Einkochen dagegen gibt es spezielle Einkochgläser, in denen die Ware mindestens eine halbe Stunde im Glas gekocht wird. Ist der Deckel danach noch ordentlich Geschlossen, ist das Werk in der Regel geglückt.

Einwecken ist nichts weiter als ein Synonym für Einkochen oder Einmachen. Dies kommt wohl vom Erfinder der „Weck“-Gläser.

Jetzt geht’s ans Eingemachte

Rote Beete einkochen

  • Rote Beete-Knollen ca. 30-40 Minuten garen und Schale anschließend entfernen.
  • Beete kleingeschnitten in sterilisierte Einmachgläser geben und mit einem heißen Sud übergießen.
  • Der Sud wird aus Wasser, Essig, Zucker, Salz und Gewürzen wie Kümmel, Senfkörner, Pfefferkörner, Chili, Lorbeerblättern und Nelken nach Geschmack gekocht. Der Essiganteil sollte mindestens 5% betragen, um konservierend zu wirken.
  • Die gut verschlossenen Gläser in einem Weckapparat (80 Grad, 30 Minuten) oder in einem Wasserbad im Ofen (200 Grad vorheizen und auf 130 Grad runter drehen, 30 Minuten) einkochen.
  • Die eingekochte Beete ist ca. ein Jahr haltbar.

Kürbis einkochen

Traditionell kocht man Kürbis süß-sauer ein, aber auch Kürbis-Chutneys und Kürbis-Marmeladen erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Beim Einkochen werden die nach einem beliebigen Rezept zubereiteten Kürbissorten in Weckgläser oder Gefäße mit Schraubverschluss gefüllt und diese im Einkochtopf oder im Backofen (siehe oben) erhitzt.

Variante süß-sauer:

  • 1 mittelgroßer Kürbis
  • 100 ml Essigessenz, 25% Säure
  • 1 kg Zucker
  • 2,5 l Wasser
  • 4 Nelken
  • ½ TL Salz
  • ½ TL Zimt
  • Das Wasser mit den übrigen Zutaten zum Kochen bringen. Kürbis schälen und das Fruchtfleisch Würfel schneiden. Kürbiswürfel hinein in das kochende Wasser geben (sie müssen mit Wasser bedeckt sein). So lange auf kleiner Flamme kochen (in der Regel ca. 20 Min.), bis der Kürbis gar ist. – Dann den Kürbis mit der heißen Flüssigkeit in kleine vorbereitete Gläser umfüllen und mit einem Schraubdeckel verschließen und wie oben beschrieben entweder im Weckapparat oder im Backofen einkochen.
Bildrechte: Eva Weigell

Rezepte sind von mein-schoener-garten.de entnommen. Weitere Anregungen z.B. für Kürbis-Chutney oder Marmelade sind hier auch zu finden.

Die SOLAWI Isartal erinnert sich…

Im Gründungsjahr konnten wir bereits zweimal zeigen, dass die SOLAWI-Community das Solidaritätsprinzip aktiv lebt. Unsere Gärtnerin Iris und der Betriebsleiter in Weidenkam Robert suchten nach Lösungen für verhageltes Gemüse und Tomaten, die von der „Braunfäule“ nicht mehr so schön aussahen. „Wenn wir halt Leute hätten, die einkochen“ meinte Iris. Das war das Startsignal für euer Engagement! Etwa 180 kg Tomaten konnten durch private Einkochaktionen vor dem Komposthaufen gerettet werden. Weitere etwa 80 kg wurden von unserem SOLAWI-Kochteam inzwischen zu Tomatenpüree verarbeitet.

Vielleicht habt ihr ja Lust eine ähnliche Aktion ins Leben zu rufen? Lasst es uns wissen.

Bilderrechte Einkoch-Aktion: Karla Fürstenberg

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