Zwiebeln trocknen, Gemüse dörren – die SOLAWI Kistenküche

Zuletzt gab es einen Haufen Zwiebeln in den Abholstationen, die teilweise noch nicht fertig getrocknet waren. Aus diesem Anlass ein paar Tipps, wie ihr die Zwiebeln richtig trocknet, so dass sie sich möglichst lang halten. Wer dann so richtig drin im Thema ist, kann noch die ein oder anderen Gemüse dörren und so gesunde Snacks, Chips, Müsliriegel oder Rohkost-Zutaten für Brot oder Soßen zaubern.

Die frischen Zwiebeln für die Lagerung trocknen

Die geernteten Zwiebeln wurden durch die SOLAWI bereits einige Tage an der Luft getrocknet, so dass sich die äußere Schale aushärtet. Das Zwiebelgrün ist aber teilweise noch feucht. Lasst die Zwiebeln an einem schattigen, luftigen Ort lose z.B. in einer Kiste gelagert nachtrocknen. Achtung: wenn die Zwiebeln zu warm lagern, können die äußeren Schalen aufplatzen.
Ist das Laub ganz trocken, könnt ihr Wurzelreste und lose Schalen entfernen. Bei der möglichen mehrmonatigen Lagerung auf gute Luftzirkulation achten und immer wieder faulende Stellen oder austreibende Zwiebeln kontrollieren.

Gemüse haltbar machen durch Dörren

Beim Trocknen bzw. Dörren wird dem Gemüse Feuchtigkeit entzogen. Durch schonendes Erwärmen der Gemüseschnitze entweicht das enthaltene Wasser als Wasserdampf, Nährstoffe bleiben so erhalten. Damit werden auch vielen Schimmelpilzen oder Bakterien die Lebensgrundlage entzogen – und Zack: Lebensmittel ist länger haltbar. Hier ein Überblick über die einzelnen Dörrmethoden:

Getrocknete Rote Beete von der Solawi, Ananas aus dem Laden, Rosinen und Tee aus dem Garten. Bildrechte: Angie

Dörren an der freien Luft
In wärmeren Ländern oder an sehr heißen Sommertagen lässt sich Dörrgut auffädeln und an der Sonne trocknen. Leider greift die UV-Strahlung einige Nährstoffe an und hungrige Insekten werden angelockt. Gut funktioniert es auch, wenn ihr die Kräuter aus dem Garten wie Thymian, Rosmarin oder Minze nun großzügig erntet, zu sträußen zusammenbindet und luftig ins Zimmer hängt. So trocknen die Kräuter für Tee oder lassen sich als trockne Gewürze nutzen.

Trocknen im Backofen
Im Backofen werden die Gemüsescheiben auf einem Blech oder noch besser einem Gitter verteilt (nicht überlappen lassen!) und bei ca. 40 Grad Celsius Umluft mehrere Stunden (je nach Dörrgut und Dicke der Scheiben) getrocknet. Probiert es auch gern nur mit der Beleuchtung zu erwärmen und einen Holzlöffel in die Ofentür zu klemmen, um die feuchte Luft entweichen zu lassen. Gemüse wie Grünkohl oder rote Beete lassen sich mit etwas Öl und Gewürzen bei 130 Grad Umluft, in ca. 20-40 Minuten (regelmäßig kontrollieren!) im Ofen zu Chips verarbeiten. Nachteil im Ofen ist ein hoher Energieverbrauch und ungleichmäßiges Trocknen, wenn das Dörrgut auf dem Blech liegt.

Trocknen im Dörrautomat
Wer auf den Geschmack gekommen ist, holt sich vielleicht ein Dörrgerät, in dem bei sehr geringer Temperatur oder mit Infrarot-Strahlen, also sehr schonend getrocknet wird. Außerdem sind diese so konstruiert, dass von allen Seiten getrocknet wird und bei möglichst geringem Energieaufwand.

Aufbewahrung
Das Dörrgut nach dem Trocknen unbedingt abkühlen lassen. Frisch schmeckt es natürlich am besten und ist ggf. sogar knackig. Doch in luftdichten Behältern, eher kühl und dunkel gelagert, lassen sich gut getrocknete Lebensmittel relativ lang aufbewahren.

Hast Du spannende Rezepte zum Dörren gefunden? Empfiehlst Du Dein Dörrgerät oder willst es Deinen Nachbarn ausleihen? Teile Deine Erfahrungen gern in den Kommentaren oder in Deiner örtlichen SOLAWI-Signal-Gruppe. Oder schreib eine Mail an uns, wir geben deine Rezepte mit eigenen Fotos gern in Zukunft auf unserer Website weiter.

Bildrechte Zwiebeln: Eva Weigell

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